Jongleur. Sportler. Entrepreneur.
Da bin ich wieder. 2026 – und immer noch da. Du auch? Freut mich! Kurze Pause statt Drama Es ist Ende Januar und ich mache mal wieder eine kurze Trainingspause. Erkältung. Schuld? Ich ganz alleine. Wenn du viel Stress hast und ständig zwischen mehreren Welten hin- und herschalten musst, dann darfst du dir bei dem Trainingspensum, das ich diese Woche hatte, keine Fehler erlauben. Am Mittwoch gab es drei Trainingseinheiten. Die letzte war eine Vo2max-Session auf dem Rad – also richtig hart. Normalerweise läuft das so: runter vom Rad, sofort Kohlenhydrate und Protein, direkt danach unter die Dusche, anschließend eine kohlenhydratreiche Mahlzeit. Bei mir kamen Kind und Hund ein wenig in die Quere. Und da ich auch nur Mensch bin und kein emotionsloser Norweger, zog sich der Prozess etwas länger als geplant. Ergebnis: Ruhepuls von verrückten 47, HRV von traurigen 34 am nächsten Morgen, laufende Nase und dieses Gefühl von „aaah, da kommt was“. Dementsprechend: zwei, drei Tage kein Training. Kein großes Problem. Ich war gut im Rhythmus, gut unterwegs und gehe davon aus, nächste Woche wieder normal trainieren zu können. Aber was ist eigentlich „normal“? Die Wahrheit ist: Seit meinem Wiedereinstieg ins Training im Dezember hatte ich keine einzige Woche, die zu 100 % nach Plan lief. Corona machte den Einstieg in
(P)REVIEW
Off Season. Endlich! (Warum endlich? Dazu gleich mehr.) Ausschlafen. In Ruhe Espresso genießen und in den Tag hineinleben. Nichts tun. Bisschen am Handy daddeln. Wunderbar! Und jetzt nochmal mit mehr Realität: 06:30 aufstehen. Gegen 08:00 zum Kindergarten. Heute anschließend eine kleine Runde schwimmen. Zweites Frühstück, Espresso, Laptop. Heute: Blog schreiben (sonst: genug anderes zu tun). Die volle Ladung Prophylaxe aus Nasen- und Rachensprey, bevor es wieder in den Kindergarten geht. Dann Mittagessen machen und am Nachmittag meistens irgendwelche Termine mit Athleten oder denen, die es werden wollen. Nach dem Abendessen noch ein, zwei Stunden arbeiten. Wer 330 Tage zu viel trainiert, muss in 30 Tagen ziemlich viel nacharbeiten. Klingt gar nicht sooo nach Urlaub, wie es in meiner Vorstellung vor zwei Wochen war. Aber es ist sehr viel ruhiger als sonst. Ich versuche viele Familen-To-Do`s zu erledigen, für die sonst keine Zeit ist. Und für GETactive ist sehr viel in der Planung, was es auch gilt, in die Wege zu leiten oder direkt umzusetzen. Ist anders, macht aber alles auch mal Spaß! Auf die Off Season habe ich mich tatsächlich sehr, sehr gefreut dieses Jahr! Untypisch, aber das Training vor Barcelona war zäh und die Kita Keime habe es nicht besser gemacht. So kämpfte ich nicht gegen Zeiten
Almere: Wenig Brutto. Viel Netto.
Es waren zwei Tage nach Kopenhagen, als ich mich kurzfristig entschied, noch bei der Challenge Almere zu starten.Da es sich um die World Triathlon Europameisterschaft handelte, musste das noch mit der DTU geklärt werden und ich musste mir kurzfristig einen DTU-/Deutschland-Trisuit ordern, der dann noch mit meinem Namen bedruckt werden musste. Organisatorsch etwas mehr Aufwand als sonst, aber hat alles geklappt. Das alles lief parallel zu einem letzten, kurzen Langdistanz-Trainingsblock. Radposition und Laufschuhe Der Hauptfokus nach Kopenhagen lag auf der Radposition. Nach Krämpfen in den Oberschenkeln in Turku und nach dem kraftlosen Gefühl in Kopenhagen nahm ich kleine Änderungen vor – in der Erwartung, besser und länger meine Watt treten zu können. Gleichzeitig verlegte ich – nachdem ich in Finnland ja nur draußen trainieren konnte – den Großteil meiner Trainingseinheiten nach drinnen, um den vollen Fokus auf die Watt legen zu können, ohne die üblichen Reibereien mit Verkehr und Topografie. Die Änderungen an der Position (vorne 1,5 cm weiter hoch) fühlten sich gut an und ich hatte zumindest das Gefühl, dass die Beine das länger halten können. 4,5 Stunden, davon 4 Stunden konsequent in Aero-Position indoor, sind körperlich hart – mental die Härte. Aber auch das lief gut!Anschließend 18 km in 3:55 min/km laufen
Lesedauer: Unter 9 Stunden.
Der Ironman Kopenhagen, mein Comeback auf der Langdistanz, ist erledigt.Ich weiß noch, wie die Liste mit den Profi Rennen herauskam und ich unbedingt dieses Rennen starten wollte, da ich aus 2021 so viele gute und schreckliche Erinnerungen daran hatte. Woche für Woche rückte dieses Ziel - nur der Start - weiter weg. Im April erneut eine komplette Laufpause und selbst die Optimisten unter "meinen" Medizinern gaben die Empfehlung heraus, lieber auf 2026 zu warten, da das Training für eine Langdistanz nun mal enorm fordernd ist.Das ich letztendlich doch starten (und finishen) konnte, dafür könnte und müsste ich nun vielen Leuten danken, die mir dabei geholfen haben.Aber im Endeffekt, gilt der Dank nur einer Person: Mir selbst.Ich habe dran geglaubt, auch in den schwierigen Zeiten, als nichts ging. Ich habe für eine vollständige Lösung der Verletzung alles getan und immens viel investiert.Ich bin nie in eine Panik verfallen, da ich immer das Gefühl hatte, sobald es orthopädisch wieder möglich wäre zu laufen, es gut gehen würde.Anstelle die Ausfahrt zu nehmen und den Triathlon, den Leistungssport, an den Nagel zu hängen, habe ich die andere Spur genommen und bin wieder zurückgekommen.Das war nicht selbstverständlich und nicht immer leicht. Auch wenn's nur Sport ist.Trainingslager in Finnland Seit